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Warum fängt man nicht an den Rangsdorfer See zu retten? Start einer Petition.

Seit dem letzten Jahr setzt sich ein Verein für die Rettung des Rangsdorfer Sees ein. Der Bürgermeister der Gemeinde Rangsdorf hat nun einen Antrag auf Förderung einer weiteren Untersuchung gestellt, statt zusätzlich gleich konkrete Sanierungsmaßnahmen zu beantragen. Die Bürgerinitiative DIE RANGSDORFER kritisiert dieses Vorgehen, da man eine bis zu 100%ige Förderung hätte bekommen könnte.

Bei den bisher beantragten Maßnahmen geht es vereinfach gesagt um die Bewertung der Einträge in den See. Dies ist grundsätzlich sinnvoll, denn nur mit zuverlässigem Zahlenmaterial kann eine nachhaltige Seesanierung umgesetzt werden.

Aber was sind eigentlich die Probleme des Rangsdorfer See?

Diese Frage wurde in zahlreichen Gutachten umfassend beschrieben. Kurz gesagt, hat der See mehrere Probleme. Diese sind Einträge in den See, welche zu einem zu hohen Phosphorgehalt führen und unter anderem ein zu geringer Sauerstoffgehalt.

Nun soll erforscht werden, wie sich mit den Einträgen verhält. Das Ziel ist es, herauszufinden wo die Einträge herkommen, um dann die passenden Handlungen abzuleiten. Insoweit ist der Antrag der Gemeinde zutreffend und auch richtig.

Zu geringer Sauerstoffgehalt und natürlicher Abbau von Sedimenten

Warum aber das zweite Problem des zu geringen Sauerstoffgehaltes nicht angegangen wird, erstaunt den Vorsitzenden der Bürgerinitiative DIE RANGSDORFER Oliver Scharfenberg. Durch eine Seebelüftung lassen sich nachweislich bis zu 70% der organischen Sedimente abbauen. Auch diese Maßnahme ist zu 100%  förderfähig und wird ausdrücklich in der Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) des Landes Brandenburg genannt.

So konnten die organischen Sedimente zum Beispiel im Flamingoteich in Schönefeld um ca. 70% reduziert werden. Der Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees hat viele Unterlagen der Gemeinde Rangsdorf und Gutachten veröffentlicht unter https://www.rangsdorfer-see.de/zahlen-daten.

„Natürlich beseitigen wir damit nur die Symptome und müssen auch den Phosphorgehalt in den Griff bekommen. Wir schaffen aber sofort eine deutliche Verbesserung für die Wasserqualität und die Menschen die darin baden. Statt lange weiter zu diskutieren sollten wir einfach mal anfangen“ sagt Oliver Scharfenberg.

Verein startet Petition

Der Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees hat jetzt eine Petition gestartet, welche interessierte Bürger mit einer Unterschrift unterstützen können, die Petition finden Sie unter www.rangsdorfer-see.de.

Fehlerhafte Darstellung des Bürgermeisters

In der Pressemeldung vom 26.03.2019 wurde behauptet, die Antragsfrist sei für dieses Jahr abgelaufen und der Verein zur Rettung des Rangsdorfer See kann deshalb in diesem Jahr nicht weiter mitwirken. Dem ist jedoch nicht so, die Antragsfrist bei der ILB endet erst am 15.04.2019. Nach telefonischer Rücksprache durch den Verein mit der zuständigen Stelle wurde erklärt, dass es wahrscheinlich im Herbst diesen Jahres eine weitere Antragsrunde geben könnte.

Die Rangsdorfer - Bürger für Rangsdorf e.V. | Die parteiunabhängige Bürgerinitiative für Rangsdorf