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Polizei sucht mit Phantombild nach Geldabholer

Die Polizeizeichner des LKA Brandenburg haben nach einem so genannten Enkeltrickbetrug mit der Geschädigten, einer über 90 Jahre alten Frau, ein Phantombild des Mannes angefertigt, dem sie am Mittwoch, den 19.09.2018 zwischen 13.00 und 14.00 Uhr mehrere tausend Euro Bargeld übergeben hatte. Der Mann wartete auf sie in der Niebelungenstraße 4. Er kam aus der Sacrower Allee und ist dorthin auch wieder weg gegangen. Die Polizei fragt, wer den Mann kennt oder ihn Mitte September in Groß Glienicke gesehen hat. Das Amtsgericht Potsdam hat einen Beschluss zur Veröffentlichung des Bildes erlassen.

Die Kriminalpolizei in Potsdam nimmt die Hinweise und Beobachtungen unter 0331-5508-1224 entgegen.

Hintergrund ist eine Tat aus Sep. 2018. Dabei schafften es erneut Betrüger, eine ältere Dame um ihr Erspartes zu bringen. Die Geschädigte bekam am einen Anruf von einer bislang unbekannten Person, die sich als ihr Sohn ausgab. Die Dame schöpfte keinen Verdacht, weil der Anrufer in klarem deutsch und ohne erkennbaren Akzent sprach. Die veränderte Stimme erklärte der Mann mit einer Erkältung, die ihm zusetzen würde. Nach einem langen, über eine Stunde währenden Gespräch, wurde ihr die altbekannte Geschichte über den angeblichen Immobilienkauf suggeriert, bei dem ihrem Sohn noch Barmittel fehlen würden. So kam es, dass sie gegen 14:00 Uhr einer dicken, südländisch aussehenden Person, einen hohen Bargeldbetrag übergab, weil ihr Sohn angeblich schon beim Notar säße und nicht selbst kommen konnte. Als kurz darauf der „echte“ Sohn nach Hause kam, erkannte er den Betrug und informierte die Polizei.

Weiter erhielten zwei Potsdamerinnen aus der Innenstadt, ein Potsdamer aus Groß Glienicke sowie eine Brandenburgerin aus Kirchmöser ähnliche Anrufe, bei denen sie entweder ein angeblicher Polizist der Kriminalpolizei nach Wertgegenständen ausfragte, weil ein Einbruch bei ihnen unmittelbar bevor stehen könnte. Oder Anrufe einer Lotteriegesellschaft, die über einen Gewinn informierten, aber zunächst angebliche Gebühren für den Notar kassieren müssten.

Hierbei blieb es glücklicherweise nur bei Versuchen, weil die Angerufenen die Betrugsmasche erkannten und richtig reagierten, indem sie auflegten und die richtige Polizei informierten.

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!
  • Rufen Sie auf keinen Fall die abgelesene oder ihnen genannte Nummer zurück! Die Polizei erreichen Sie unter der Telefonnummer: 110!
  • Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei! 
  • Sie erreichen die Polizei unter der Telefonnummer: 110!!
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